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Jeder Mensch, so sagt man, erfindet im Laufe seines Lebens früher oder später Geschichten, die er für sein Leben hält. Max Frisch greift in seinem Meisterwerk genau dieses Thema auf und lässt seinen Erzähler als verschiedene erfundene Charaktere auftreten, die in einem gewissen Verhältnis zu einander stehen: Die drei Männer Theo (Gantenbein), Enderlin und Svobda stehen auf ihre Weisen in Beziehung zum weiblichen Charakter Leila – einer schillernden und auf ihre Art anziehenden Frau.
Frisch beschreibt so in einer beispiellosen assoziativen Montagetechnik, wie der Erzähler in die Rollen der drei männlichen Hauptfiguren schlüpft. In 91 Abschnitten entsteht so ein wildes Beziehungsgeflecht bei dem die Erzählperspektiven so gewechselt werden, als ob Kleider anprobiert werden. Ein wenn nicht DER literarische Klassiker aus der Schweiz fesselt und bewegt zugleich.
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Fazit Cosmopol:Immer noch Frisch.